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Hier finden Sie häufig gestellte Fragen und Antworten.

Biologische Prozesse, die in Ihrem Flaschengarten vorgehen

In der Natur gibt es viele unterschiedliche Vorgänge, die wir kaum wahrnehmen, da sie für uns selbstverständlich oder auch nicht sichtbar sind. Sehen wir uns einmal einen Laubbaum im Herbst an: Dieser verliert Blätter, um Nährstoffe und Wasser für den Winter zu sparen. Die Blätter fallen zu Boden, trocknen oder verrotten – nicht aber in der Stadt, hier werden sie oft entsorgt. Im natürlichen Kreislauf des Baumes sollten diese liegen bleiben, da sie zersetzt werden und als Nährstoffe zurück in den Boden geführt werden.

Das gleiche passiert in Ihrem Flaschengarten! Da es sich um lebende Pflanzen handelt, verlieren auch sie ab und an Blätter, die zu schwach sind. Dies ist ein absolut normaler Vorgang, mit einem wesentlichen Unterschied: in Ihrem Flaschengarten herrscht eine hohe Luftfeuchtigkeit. Die Blätter können also nicht einfach vertrocknen oder von Würmern zersetzt werden. So kommt es, dass eine leichte weiß-flaumige Schimmelschicht an heruntergefallenen Blättern und Ästen wächst.

In meinem Flaschengarten sind kleine Fliegen - was mache ich jetzt?

Trauermücken sind ein leidiger Begleiter aller Zimmerpflanzen und kommen auch in einem Biotop vor. Sie lieben das feuchtwarme Klima und ernähren sich von absterbenden Pflanzenteilen. Die Trauermücke in kleinen Mengen (2-3 Tiere) sind kein Problem für den Flaschengarten. Diese können sich aber rasant vermehren und dann auch gesunde Pflanzentriebe anknabbern. Wir verteilen auf der Erde Aquakies um den kleinen Fliegen keine große Möglichkeit zu geben, ihre Eier auf der Erdoberfläche zu verteilen. Das lässt sich leider nicht immer komplett vermeiden. Um die Trauermücke wieder los zu werden gibt es einige Verfahren, je nach Stärke des Befalls.

1-4 Trauermücken:
Hier kann man kurzzeitig den Deckel öffnen und warten das die Fliegen von alleine den Weg aus dem Biotop finden. Natürlich können Sie auch vorsichtig mit einem Tuch nachhelfen.
5 -10 Trauermücken:
Öffnen Sie auch hier den Deckel des Biotop, helfen den Fliegen beim ‘Auszug’ und nehmen das Moos vorsichtig aus dem Glas. Dieses muss nun vorsichtig unter lauwarmen Wasser ein wenig ausgespült werden. Trauermücken legen kurzzeitig Ihre Eier auch auf die Moosoberfläche, wenn der Weg zur Erde versperrt ist. Danach legen Sie das Moos wieder in den Flaschengarten.
Mehr als 10 Trauermücken:
Hier hilft nur noch die bekannten Gelbkarten/Gelbtafeln aus dem Baumarkt. Legen Sie diese vorsichtig in den Flaschengarten und warten ein paar Tage, bis die Trauermücken alle an dieser Tafel festkleben. Achtung! Die Karten kleben sehr stark, vermeiden Sie es unbedingt, an Pflanzenteile beim einsetzen und entfernen zu kommen.
Sollte das Problem damit immer noch nicht beseitigt sein, melden Sie sich gerne bei unserem Supportteam für eine andere Lösung.

Pilze im Flaschengarten

Es kann vorkommen, dass sich Pilze in Ihrem Biotop entwickeln, dass ist in einem lebendigen Biotop ein ganz natürlicher Prozess und entsteht meist dann, wenn der Flaschengarten einmal zu nass geworden oder zu hell stand. Der Pilz ist in kleinen Mengen auch kein Problem für den Flaschengarten. Oftmals zeigt sich auch im Boden dann kleine weiße oder gelbe Punkte. Diese verschwinden nach der Zeit wieder langsam.

Damit die Pilze nicht Oberhand gewinnen und die bestehenden Pflanzen eindämmen, empfiehlt es sich, diese aus dem Flaschengarten zu nehmen. Sobald Teile des Pilz auf dem Moos oder auf Blättern landen, sollten diese entfernt werden, da sie sonst die betroffene Pflanze oberflächig angreifen und zersetzen. Bei Arbeiten im Biotop immer Handschuhe tragen!

In meinem Flaschengarten ist Schimmel - was jetzt?

Die Bildung von Schimmel ist in einem Flaschengarten ein ganz natürlicher und normaler Vorgang. Er zeigt Ihnen, dass das Biotop funktioniert und lebendig ist. Schimmel äußert sich meist mit einem weiß-pelzigen Belag, dieser ensteht an abgestorbenen Pflanzenteilen oder an Ast-spitzen von Ihrem Bonsai und schadet dem Biotop nicht. In der freien Natur trocknen abgestorbene Pflanzenteile und werden in den Boden zurückgeführt. Da in Ihrem Biotop jedoch eine hohe Luftfeuchtigkeit herrscht, bildet sich eine Schimmelschicht um das Blatt zu zersetzen oder die ‘offene’ Wunde am Ast zu schließen. Das betroffene Blatt können Sie ganz einfach herausnehmen und den Astansatz mit einem sauberen Tuch abtupfen. Sollte der weiße Belag schon auf lebende Blätter übergegangen sein können Sie diese mit einem sauberen und feuchten Tuch abtupfen. 

Wo kann Schimmel vorkommen, was sind die Ursachen und wie verhält man sich:

Schimmel auf dem Moos
Wenn abgestorbene Pflanzenteile auf dem Moos landen, kann es sein, dass der entstandene Schimmel auf das Moos übergreift. Entfernen Sie  vorsichtig das Moos aus dem Flaschengarten und halten dieses unter lauwarmes Wasser. Versuchen Sie nun, die Schimmelsporen zu entfernen und setzen das Moos wieder ein. Sollten das Moos am Rand schon etwas stärker betroffen sein, können diese Stelle auch leicht mit einer sauberen Schere entfernt werden.

Schimmel an der Mini-Bergpalme
Sollte ein Strang der Bergpalme einmal im unteren Bereich Schimmel fangen, ist dies ebenfalls ein ganz natürlicher Prozess. Die Bergpalme löst alte oder zu schwache Stränge vom Wurzelgeflecht und diese werden damit nicht mehr mit Nährstoffen versorgt und fangen an zu verrotten. Nach einer Zeit bildet sich daher ein leichter Schimmelflaum. Sie dürfen nun den Deckel Ihres Biotops kurz abnehmen und den betroffenen Stängel einfach aus dem Glas nehmen. Sollten gesunde Halme betroffen sein, reinigen Sie diese mit einem sauberen Tuch.

Schimmel am “Ginseng” ficus microcarpa
Wenn sich Schimmel am Ginseng bildet, dann ist dieser Hauptsächlich an den Spitzen von Äste zu finden. Beim einsetzen oder bei Arbeiten in dem Biotop, kann es gut vorkommen, dass ein Blatt abknickt oder das dieses vom Baum abgeworfen wird. Hier entsteht eine kleine offene Wunde, nicht selten mit einem kleinen weißen Tropfen der Pflanzenflüssigkeit. Diese offene Stelle wird nun sehr langsam vom Bonsai selbst geschlossen. Durch die hohe Luftfeuchtigkeit im Glas, setzen sich an diese feuchte und offene “Wunde” Schimmelsporen. Diese sind nicht besonders schlimm, halten die Wundheilung allerdings minimal auf und sind nicht sehr ansehnlich. Hier kann die betroffene Stelle mit einem Tuch vorsichtig abgetupft werden.

Schimmel am ficus Retusa
Bei dem großen ficus Retusa kann sich ein leichter weißer Flaum um den Stamm oder um Äste bilden. Dieser entsteht Aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit. Der Flaum ist nicht schlimm, vergeht auch nach der Zeit, wenn sich der Baum an die neue Umgebung gewöhnt hat. Wer sich daran stört, kann diesen vorsichtig mit einem sauberen Tuch abtupfen.

 

 

 

Das Moos Ihres Flaschengartens sieht gelb aus - woran liegt das?

Sollte einmal das Moos gelb werden, ist das ein Anzeichen von Verbrennungen und damit die Information, dass der Flaschengarten zu hell stand oder sogar direktes Sonnenlicht abbekommen hat.

Das Moos sollte aus dem Biotop genommen werden, vorsichtig oben “angeschnitten” werden und eine Wasserdusche abbekommen. Danach das Moos wieder langsam einsetzen und den Flaschengarten unbedingt umstellen. Das Moos kann sich nun wieder regenerieren. Das benötigt einen längeren Zeitraum von mehreren Wochen.

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Kopenhagener Straße 14
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Dienstag - Samstag 12:00 - 18:00 Uhr